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20.03.2015

Arbeitgeberattraktivität verbessern

Wie kann ein Unternehmen seine Arbeitgeberattraktivität verbessern? Auf diese und viele andere Fragen rund um das Thema Mitarbeiterbindung erhielten die Mitglieder des Arbeitgeberverbands Chemie Baden-Württemberg Antworten von einem, der es wissen muss: Der Unternehmensberater und vielfache Autor Gunther Wolf war als Keynote-Speaker geladen.

Dass natürliche Schönheit von innen kommt, darauf vertrauen die Käufer spezieller Dragees eines Mitgliedsunternehmens des benachbarten Arbeitgeberverbands HessenChemie bereits seit Jahrzenten. Da liegt es nahe, sich auch dann an der Weisheit "Wahre Schönheit kommt von innen" zu orientieren, wenn es darum geht, die Arbeitgeberattraktivität zu verbessern. In der Keynote von Gunther Wolf auf der Jahrestagung des Arbeitgeberverbands Chemie Baden-Württemberg e.V. erfuhren die Zuhörer, wie sich dieses Credo im Unternehmen praktisch umsetzen lässt.

Erst vorhandene Mitarbeiter binden


Abgestimmt auf das Thema "Arbeitgeberattraktivität verbessern" bedeutet "Wahre Schönheit kommt von innen", dass es zunächst darauf ankommt, die Bindung der aktuell im Unternehmen tätigen Mitarbeiter zu verbessern. Erst im zweiten Schritt empfiehlt Gunther Wolf, ein Projekt zum Employer Branding mit anschließenden gezielten Maßnahmen für das Personalmarketing und Recruiting in Angriff zu nehmen.

Wie wichtig es ist, Schritte in die Wege zu leiten, um die Arbeitgeberattraktivität zu verbessern, erfuhren die Zuhörer direkt zu Beginn des Vortrags: Durch den demografischen Wandel gehen bereits jetzt mehr Arbeitnehmer in Rente als junge Menschen ihre berufliche Laufbahn beginnen.

Bevölkerungsrückgang trotz Wanderungsgewinn


Auf lange Sicht werden daher Erwerbstätige auf dem Arbeitsmarkt fehlen. Diese Entwicklung wird zwar derzeit abgemildert durch den seit 2011 zu verzeichnenden starken Zuzug von Einwanderern, vorwiegend aus Ost- und Südeuropa. Da sich jedoch auch in den meisten Herkunftsländern der Migranten ein ähnlicher demografischer Wandel vollzieht, wird sich durch Zuwanderung allein diese negative Bevölkerungsentwicklung auf lange Sicht kaum ausgleichen lassen.

Unternehmen, die auch in Zukunft jederzeit über die nötigen Humanressourcen verfügen wollen, die sie zur Abwicklung ihrer Produktion oder Dienstleistung benötigen, sollten jetzt ihre Arbeitgeberattraktivität verbessern. Die Basis dafür ist eine sorgfältige Analyse. Schließlich geht es bei der Arbeitgeberattraktivität darum zu zeigen, wofür das Unternehmen als Arbeitgeber steht und welche Werte dort wichtig sind.

Analyse besonders wichtig bei Mitarbeiterbindung


Folglich widmete Gunther Wolf in seiner Keynote dem Thema Analyse besondere Aufmerksamkeit. So nahmen die Zuhörer aus der Keynote der Jahrestagung ihres Verbands viele neue Erkenntnisse hierzu mit. Sie nahmen wertvolle Informationen darüber mit, welche Analyseschritte und welche hilfreichen Instrumente für die Implementierung eines professionellen Systems der Mitarbeiterbindung notwendig sind.

Um welche Analyseschritte und Tools es sich dabei genau handelt, hat das Kompetenzcenter Mitarbeiterbindung für interessierte Leser in einem Beitrag zusammengestellt: "Leistungsfähige Mitarbeiter binden".

Links:

26.06.2013

Mitarbeiter binden durch Erfolgskultur

Die Frage, wie ein Unternehmen gute und erfolgsorientierte Mitarbeiter binden kann, ist 2013 eines der Top-Themen im Personalmanagement und auch bei Mitgliedern der Unternehmensleitung. In dem soeben erschienenen Fachbuch Mitarbeiterbindung hat Gunther Wolf seine langjährigen Erfahrungen aus der Managementberatung und als Referent eines gleichnamigen Seminars zusammengefasst.

Entscheidende Voraussetzungen für das erfolgreiche Binden von Mitarbeitern ist eine mitarbeiterzentrierte Erfolgskultur sowie ein entsprechendes Führungsverhalten der Vorgesetzen, so Wolf. In dem Fachbuch erfährt der Leser, wie er mithilfe des dort beschriebenen PEA-Systems nicht nur besser Mitarbeiter binden, sondern auch ihr Potenzial, das Unternehmensergebnis sowie die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber steigern kann.

Mitarbeiterzentrierte Erfolgskultur als Basis


Wer meint, mit juristischen oder rationalen Mitteln Mitarbeiter binden zu können, erfährt gleich zu Beginn des Fachbuchs, dass diese Methoden im "War for Talents" höchstens kurzfristig Erfolg bringen. Langfristig überleben werden nur die Unternehmen, denen es gelingt, ihre wettbewerbs- und erfolgsentscheidende Ressource - die Mitarbeiter - zu begeistern und so auf den nicht-rationalen Ebenen zu binden.

Dies bedeutet, den Mensch ins Zentrum zu rücken und seinen individuellen Motiven und Bedürfnissen in Bezug auf seine Arbeit im Unternehmen entsprechende Möglichkeiten zu bieten. Der erste Teil des Fachbuchs beschreibt daher u.a. die wichtigsten psychologischen und soziologischen Erkenntnisse sowie zentrale Ergebnisse von Studien über Mitarbeiterbindung.

Das Projekt "Mitarbeiter binden" umsetzen


Die Leser lernen zur Umsetzung ihres Projektes "Mitarbeiter binden" das PEA-System kennen. Dabei handelt es sich um ein aus drei sich gegenseitig verstärkenden Subsystemen bestehendes Steuerungsinstrument zur Verbesserung der Mitarbeiterbindung. Das Wort "PEA" setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der drei Subsysteme Potenzial, Erfolg und Arbeitgeberattraktivität zusammen.

Gemeinsam bewirken die drei Subsysteme, die im Unternehmen vorhandenen Potenziale der Mitarbeiter zu erkennen und zu mehren, den Erfolg jedes Einzelnen und des Unternehmens als Ganzes zu verbessern sowie dessen Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern. Zur wirtschaftlichen Umsetzung des Projekts "Mitarbeiter binden" empfiehlt Wolf die von ihm entwickelte Methode der Selektive Individualisierte Mitarbeiterbindung (SELIMAB).

Mitarbeiter binden mit passenden Maßnahmen


Im zweiten Teil des Fachbuchs findet der Leser Anregungen zur Durchführung einer Mitarbeiterbefragung. Dies zielt darauf ab, geeignete Bindungsmaßnahmen zu ermitteln. Hiermit gelingt es, die die einzelnen Maßnahmen der Mitarbeiterbindung zu bewerten im Hinblick auf ihre positive Wirkung auf die drei Subsysteme – bzw. auf ihre negative Wirkung im Falle eines Maßnahmendefizits.

Der zweite Teil des Fachbuchs schließt mit der Beschreibung besonders wirkungsstarker Maßnahmen der Mitarbeiterbindung. Hierbei analysiert Wolf beispielsweise die für das Binden von Mitarbeitern zentralen Bereiche Unternehmenskultur und Führung bezogen auf die oben beschriebenen Wirkungsweisen.

Fachbuch für Entscheider und Führungskräfte


Das Fachbuch richtet sich zum einen an Personalmanager, die die richtigen Weichen stellen wollen, um langfristig passende und erfolgsorientierte Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Der Autor wendet sich zum anderen explizit an Unternehmensleitungen. Diese sind gefordert, durch ihr Engagement und Vorbild entscheidende Zeichen für die Etablierung einer mitarbeiterzentrierten Erfolgskultur zu setzen.

Führungskräfte gewinnen durch die Lektüre dieses mit vielen Beispielen aus der Praxis lebendig geschriebenen Fachbuchs wertvolle Erkenntnisse und können dadurch Mitarbeiter besser an das Unternehmen binden. Für die Führungskräfte als zentrale Baumeister der Unternehmenskultur sind die praktischen Hinweise zur Etablierung einer Erfolgskultur von besonders hohem Nutzen. So können sie durch ihr Führungsverhalten die richtigen Weichen stellen, um die Herzen der Mitarbeiter für das Unternehmen schlagen zu lassen.

Buchtipp:


Wolf, Gunther:
Mitarbeiterbindung – Strategie und Umsetzung im Unternehmen. Mit Arbeitshilfen online.
Freiburg: Haufe-Lexware 2013.
1. Auflage. ISBN 978-3-648-03763-8


Links:


GW.BS